Vortrag Annabelle Wormstall: NS-Ärzteverbrechen in Essener Krankenhäusern – Verkörperte Scham und Schuld: intrafamiliäre Psychodynamiken in Täterfamilien
17.11.2026, 19:00 - 21:00 - Keine Reservierung erforderlich!
KostenfreiIn Kooperation mit Alte Synagoge – Haus jüdischer Kultur (Alte Synagoge – Haus jüdischer Kultur, Edmund-Körner-Platz 1, 45127 Essen).
Der Vortrag widmet sich den NS-Ärzteverbrechen in Essen aus einer psychodynamischen und körperorientierten Perspektive. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Schuld, Scham und Gewalt intrafamiliär fortsetzen und sich im Erleben nachfolgender Generationen niederschlagen.
Ausgehend von einer autoethnografischen Annäherung dient die eigene Familiengeschichte als Zugang, um Dynamiken in Täterfamilien sichtbar zu machen: Schweigen, Verleugnung, Loyalitätskonflikte und die Weitergabe affektiver Zustände.
Der Fokus liegt dabei auf „verkörperten“ Prozessen – Formen von Scham und Schuld, die sich jenseits von Sprache im Erleben und in Beziehungen ausdrücken.
Der Vortrag versteht sich als Beitrag zur Auseinandersetzung mit transgenerationalen Folgen von Täterschaft und fragt nach möglichen Zugängen zu diesen oft schwer fassbaren Dynamiken.
