Festveranstaltung: Andreas Bomheuer im Gespräch mit den Zeitzeugen Alex Kunkel, Dr. Horst Pomp und Dr. Wolfgang Sykorra: Wie die Umweltbewegung in Essen begann
12.03.2026, 19:00 - 21:00 - Keine Reservierung erforderlich!
Kostenfrei
Foto: Umweltprotest vor der RWE-Hauptversammlung in der Gruga-Halle, Essen, 28. Februar 1985 c Manfred Scholz/Fotoarchiv Ruhr Museum
Pseudo-Krupp, (Gift)Müll-Verbrennung, Smog – drei Begriffe, die stellvertretend für die hohen Umweltbelastungen in Essen stehen und vielen noch in Erinnerung sind. Dank engagierter Bürgerinnen und Bürgern in Essen konnten einige Vorhaben, die zu einer Verstärkung der Belastungen geführt hätten, verhindert werden, so beispielsweise ein Kohlekraftwerk der VEBA am Rhein-Herne-Kanal.
Das Ruhrgebiet, insbesondere die Emscher-Region, war jahrzehntelang durch Schwerindustrie und Bergbau enormen Umweltbelastungen ausgesetzt. Diffuse Emissionsquellen aus den Kokereien, Hochöfen, Chemiewerken oder Straßenverkehr entließen einen Giftcocktail, der sich zusammen mit dem allgegenwärtigen Staub auf Mensch, Tier und Landschaft legte, und Altlasten in den Böden hinterließ, deren spätere Sanierung nicht nur sehr gefährlich war und ist, sondern auch sehr viel Geld verschlang und weiterhin verschlingt.
1985 wurde Smog-Stufe 3 mit Fahrverboten ausgerufen. 1986 explodierte das AKW Tschernobyl und in Essen wurde im selben Jahr eine Giftmüllanlage geplant. Die Planung der Anlage wurde fast 10 Jahre danach wieder eingestellt.
1992 plant die VEBA mitten im Revier ein neues Kohlekraftwerk am Rhein-Herne-Kanal. Der Plan scheiterte am Widerstand aus Bottrop, Gelsenkirchen und Essen.
Wir haben drei Zeitzeugen eingeladen, die den Widerstand von Beginn an miterlebt und mitgestaltet haben. Sie berichten über den Beginn der Umweltbewegung in Essen:
- Horst Pomp, u.a. Runder Tisch Umwelt
- Alex Kunkel, u.a. Elterninitiative Pseudo-Krupp
- Wolfgang Sykorra, u.a. Aktionsgemeinschaft A31
- Moderation: Andreas Bomheuer, Vorsitzender des Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen e.V.
