Am 8. September 2026 konnte der Vorstand des Historischen Vereins zusammen mit der Familie Stratmann am Kennedyplatz eine weitere Tafel des Essener Denkmalpfades einweihen, zeitgleich zur Verleihung des Essener Ehrendoktor-Comedypreises in Stratmanns Theater. Das Theater hat seine Heimat im früheren Amerikahaus, an dessen Entstehungsgeschichte als amerikanisches Kulturzentrum 1952 die Tafel in Wort und Bild erinnert. Das Amerikahaus mit Bibliothek und Theatersaal war eine „vom amerikanischen Volk unterhaltene Stätte der Freiheit“ und sollte der Völkerfreundschaft dienen. Allein im ersten Jahr nutzten rund 1.400 Menschen die Bibliothek des Amerikahauses oder nahmen hier an Konzerten, Vorträgen oder Ausstellungen teil. Seinen Erhalt verdankt das Amerikahaus wohl nur dem Umstand, dass hier 1964 die Essener Stadtspitze einzog und es bis zur Fertigstellung des neuen Rathauses 1979 als Essens schon legendäres und oft verspottetes „Rathäuschen“ diente. Heute ist es Spielstätte für namhafte Comedians und Kabarettisten. Stratmanns Theater wurde 1994 von Ludger Stratmann (1948-2021) zusammen mit seinem Bruder Christian Stratmann gegründet.
Bild: Bernd Sabransky, Philipp und Anna Stratmann, Marion Seidelmann (GenoBank Essen), Andreas Bomheuer und Klaus Kaiser bei der Einweihung der Tafel (Foto: Robert Welzel)

