Am 21. März 2026 wurde das Deilbachhammer-Ensemble im Rahmen eines Frühlingsfests offiziell seiner neuen Nutzung übergeben. Damit fand ein mehr als zehnjähriges Restaurierungs- und Bauprojekt seinen erfolgreichen Abschluss. Das Ensemble zählt zu den bedeutendsten industriehistorischen Standorten im Ruhrgebiet und dokumentiert die frühe Verarbeitung von Kohle und Erz lange vor dem industriellen Aufstieg der Region.
Langjährige Arbeit des Konsortiums Deilbachtal:
Das Projekt wurde vom Konsortium Deilbachtal getragen, in dem der Historische Verein als Moderator, Sprecher und geschäftsführender Verein eine zentrale Rolle innehatte. Hans Schippmann und Klaus Kaiser begleiten das Objekt Deilbach seit insgesamt 13 Jahren, davon 10 Jahre federführend im Konsortium.
Da Hans Schippmann erkrankt war, begrüßte Klaus Kaiser die rund 280 geladenen Gäste, darunter: den Oberbürgermeister Thomas Kufen, die Vorsitzende der Landschaftsversammlung des LVR: Anne Henk-Holstein, das Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung: Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann, den Bezirksbürgermeister Wilhelm Kohlmann sowie zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik, Kultur und Institutionen.
Bedeutung des Standorts:
Der Deilbachhammer ist der letzte erhaltene Eisenhammer im Ruhrgebiet an seinem ursprünglichen Standort. Er steht exemplarisch für die Anfänge der Eisen- und Metallverarbeitung im Revier und bildet ein zentrales Zeugnis der vorindustriellen Produktionslandschaft im Deilbachtal.
Oberbürgermeister Kufen betonte bei der Übergabe: „Heute können wir mit Stolz sagen: Die Anstrengungen haben sich gelohnt.“
Herausforderungen der Restaurierung:
Die Sanierung stellte alle Beteiligten vor erhebliche Herausforderungen – insbesondere das Hochwasser im Sommer 2021, das zusätzliche Schäden verursachte. Dennoch konnte das Ensemble vollständig gesichert und denkmalgerecht wiederhergestellt werden.
Zukünftige Nutzung:
Das Ruhr Museum wird künftig Teile des über 200 Jahre alten Ensembles nutzen. Die historischen Arbeiterhäuser werden für museumspädagogische Arbeiten und Eheschließungen geöffnet. Das Ensemble soll ein Ort für Kultur, Bildung, Begegnung und gemeinschaftliches Leben werden.
Bedeutung für die Stadt- und Industriegeschichte:
Mit der abgeschlossenen Restaurierung ist ein herausragendes Denkmal der frühen Industriegeschichte des Ruhrgebiets dauerhaft gesichert. Der Deilbachhammer verbindet historische Substanz mit neuer Nutzung und bleibt als authentischer Standort ein zentraler Baustein der Geschichtsvermittlung im Deilbachtal.
Klaus Kaiser


