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SUMMARY:Vortrag Dr. Thomas Brakmann (Niedersächsisches Landesarchiv\, Osnabrück): Profession und politische Verstrickung: Der Archivar Dr. Hermann Schröter in Osnabrück
DESCRIPTION:Bild: Hermann Schröter\, Leiter des Stadtarchivs Essen\, mit alten Akten im Keller des Rathauses\, Essen 1957 (Wulfran Hagemann (?)/Fotoarchiv Ruhr Museum) \nBevor der Archivar und Historiker Hermann Schröter (1909-1990) von 1955 bis 1974 das Stadtarchiv Essen leitete\, war er rund 18 Jahre am Staatsarchiv Osnabrück tätig. In dem Vortrag wird Schröters Leben und Wirken von Studium und Promotion über die archivfachliche Ausbildung in Berlin-Dahlem bis zur Tätigkeit im Staatsarchiv Osnabrück von 1937 bis1955 nachgezeichnet. Im Staatsarchiv verantwortete Schröter den Aufgabenbereich der Benutzung\, war in der Erschließung und Betreuung von Privatarchiven tätig und wirkte an der Erfassung und Zusammenführung von Archivalien der jüdischen Gemeinden in den späten 1930er Jahren mit. Neben Schröters beruflichem Engagement geht es auch um seine politische Einbindung in NS-Organisationen: Seine Mitgliedschaft in SA und NSDAP sowie seine Funktion als Pressereferent und Rottenführer\, die ihn in die Kommunikationsstrukturen des Regimes einband. Weiterhin werden Kriegseinsatz\, Kriegsgefangenschaft und das Entnazifizierungsverfahren behandelt\, das den Weg für den beruflichen Neuanfang ab 1947 ebnete. Der Vortrag analysiert Schröters Tätigkeit im Staatsarchiv Osnabrück\, seine fachlichen Leistungen\, die institutionellen Rahmenbedingungen und seine historischen Verflechtungen.
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SUMMARY:Vortrag Prof. Dr. Wolfram Pyta (Universität Stuttgart): Ein vergessenes Bollwerk der Demokratie: Heinrich Hirtsiefer (1876-1941)
DESCRIPTION:Heinrich Hirtsiefer (links)\, bei einer Sitzung des Reichsparteivorstandes der Deutschen Zentrumspartei in Essen\, Mitte: Christian Kloft\, rechts: Johannes Giesberts\, 21.April 1929 (Willy van Heekern/Fotoarchiv Ruhr Museum) \nIn Kooperation mit der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord eG (Geschäftsstelle der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord eG\, Heinrich-Hirtsiefer-Platz 1\, 45123 Essen) \nEssen war die wichtigste Talentschmiede für herausragende Politiker der Weimarer Zeit. Unter ihnen ist der 1876 in Essen geborene Heinrich Hirtsiefer der staatspolitisch bedeutsamste. Denn dieser der christlichen Gewerkschaftsbewegung entsprungene Exponent des politischen Katholizismus wirkte als Parteipolitiker\, Parlamentarier und vor allem als Minister entscheidend daran mit\, dass Preußen zum demokratischen Musterland in der ersten deutschen Demokratie aufstieg. 1932/33 verteidigte er den freiheitlichen Rechtsstaat gegen seine autoritären Widersacher und nahm dafür persönliche Nachteile wie die Einlieferung in ein Konzentrationslager in Kauf. \nAngesichts des begrenzten Platzangebots vor Ort wird um Voranmeldung zur Veranstaltung per Mail bis zum 5. Oktober 2026 gebeten: hdeg@essen.de
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SUMMARY:Filmvorführung: Paul Hofmann (Kinemathek des Ruhrgebiets): Essen im Film 2: Eine Großstadt entsteht. Essen zur Zeit der Weimarer Republik
DESCRIPTION:In Kooperation mit den Essener Fimkunsttheatern \nEintritt: € 10\,- (bzw. ermäßigt) \n(Filmstudio Glückauf\, Rüttenscheider Straße 2\, 45128 Essen) \nEine Anmeldung über den HVE ist nicht erforderlich. Das Eintrittsentgelt ist vor Ort an der Kino-Kasse zu zahlen.
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SUMMARY:Vortrag Annabelle Wormstall: NS- Ärzteverbrechen in Essener Kliniken: Die Dynamik von Schuld und Scham in den Familien der Täter
DESCRIPTION:In Kooperation mit Alte Synagoge – Haus jüdischer Kultur (Alte Synagoge – Haus jüdischer Kultur\, Edmund-Körner-Platz 1\, 45127 Essen). \nDer Vortrag widmet sich den NS-Ärzteverbrechen in Essen aus einer psychodynamischen und körperorientierten Perspektive. Im Zentrum steht die Frage\, wie sich Schuld\, Scham und Gewalt intrafamiliär fortsetzen und sich im Erleben nachfolgender Generationen niederschlagen. \nAusgehend von einer autoethnografischen Annäherung dient die eigene Familiengeschichte als Zugang\, um Dynamiken in Täterfamilien sichtbar zu machen: Schweigen\, Verleugnung\, Loyalitätskonflikte und die Weitergabe affektiver Zustände. \nDer Fokus liegt dabei auf „verkörperten“ Prozessen – Formen von Scham und Schuld\, die sich jenseits von Sprache im Erleben und in Beziehungen ausdrücken. \nDer Vortrag versteht sich als Beitrag zur Auseinandersetzung mit transgenerationalen Folgen von Täterschaft und fragt nach möglichen Zugängen zu diesen oft schwer fassbaren Dynamiken.
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SUMMARY:Filmvorführung: Paul Hofmann (Kinemathek des Ruhrgebiets): Essen im Film 3: Neues Leben aus Ruinen. Essen nach 1945
DESCRIPTION:In Kooperation mit den Essener Filmkunsttheatern \nEintritt: € 10\,- (bzw. ermäßigt) \n(Filmstudio Glückauf\, Rüttenscheider Straße 2\, 45128 Essen) \nEine Anmeldung über den HVE ist nicht erforderlich. Das Eintrittsentgelt ist vor Ort an der Kino-Kasse zu zahlen.
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