Limbecker Straße – Essener Warenhäuser

Der Kaufmann Theodor Althoff (1858 –1931) aus Dülmen eröffnete 1903 einen Kaufhausneubau in bester Geschäftslage. Schon 1911/12 expandierte das Unternehmen. Auf einem Eckgrundstück an der Limbecker Straße und der Grabenstraße heute Friedrich-Ebert-Straße) entstand eines der größten Warenhäuser Deutschlands. Es bot 53 große Spezialabteilungen und 45 Unterabteilungen.Seit 1920 gehört es zur Karstadt AG. Der Karstadt-Hausarchitekt Philipp Schaefer vergrößerte das Gebäude 1931–32 und bekrönte den Eckturm mit einem beleuchteten Glaszylinder. In den 1950er Jahren verlegte die Karstadt AG ihren Zentraleinkauf und ihre Hauptverwaltung nach Essen.
1962 erhielt das Kaufhaus einen neuen Nachbarn: Die Kruppsche Konsumanstalt verlegte den Sitz ihrer zentralen Verkaufsstelle an den Limbecker Platz.1869 hatte Alfred Krupp einen von Arbeitern gegründeten Konsumverein übernommen und hn zur Konsumanstalt mit zahlreichen Verkaufsstellen ausgebaut. Das Warenangebot wurde vergrößert und 1874 eine zentrale Verkaufsstelle an der Ostfeldstraße (gegenüber vom Limbecker Platz und in direkter Nähe zur Kruppschen Fabrik) eröffnet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und mit dem Aufkommen neuer Einzelhandelsketten
schwand die Bedeutung der Kruppschen Konsumanstalt. Ein Neubau am Limbecker Platz erwies sich als Fehlplanung. Er wurde 1969 an einen Warenhauskonzern verkauft. Die Situation des Essener Einzelhandels änderte sich grundlegend ab 2006, als mit dem Abriss dreier Warenhäuser am Limbecker Platz, darunter auch das Karstadt-Haus, begonnen wurde. 2008 eröffnete das Einkaufszentrum »Limbecker Platz«, das als eines der größten innerstädtischen Einkaufszentren Europas gilt.