Die Ministerin Ina Scharrenbach überreicht dem OB einen Scheck für das Meisterhaus im Deilbachtal

Ministerin Ina Scharrenbach (Bildmitte) überreicht dem Oberbürgermeister Thomas Kufen in Anwesenheit des Konsortiums einen Scheck in Höhe von 180.000 €.

Sehr geehrte Damen und Herren,
damit auch die Baumaßnahme „Meisterhaus“ endgültig begonnen werden kann, hatte der Geschäftsbereich 4, Jugend, Bildung und Kultur, zusammen mit dem Konsortium Deilbachtal beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen Fördermittel beantragt, aus dem Programm:
„Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“
Den Antrag hat das Ministerium erfreulicherweise positiv beschieden. Somit ist die Finanzierung für die Sanierung des Meisterhauses, aus heutiger Sicht, zunächst einmal gesichert.
Frau Ministerin Ina Scharrenbach hat im Rahmen einer kleinen Feier unserem Oberbürgermeister Thomas Kufen den „Scheck“ symbolisch am Freitag 28. Juni 2019 um 14:30 Uhr am Deilbachhammerensemble Eisenhammerweg 25a bis 25c, 45257 Essen-Kupferdreh überreicht.

Eine kurze Zusammenfassung mit heutigem Sachstand:
Nach einer langen Vorbereitungsphase und der erfolgreichen Einwerbung von Drittmitteln durch die Stadt Essen und das Konsortium Deilbachtal bei verschiedenen Geldgebern, Förderern und Sponsoren erfolgte der Baustart zur Instandsetzung des Denkmalensembles am 11. Juli 2017. Am 17. März 2018 konnten wir dann das Richtfest für die Arbeiterhäuser feiern.
An beiden Veranstaltungen war unser Oberbürgermeister, Herr Thomas Kufen, anwesend, um die zahlreichen Gäste zu begrüßen und den Dank der Stadt Essen auszusprechen.
Das ganze Deilbachhammerensemble wurde im 1. Quartal 2019 vom LVR zum Bodendenkmal erklärt. Alle Maßnahmen mit Bodeneingriffen bedürfen somit der denkmalrechtlichen Erlaubnis und werden jetzt unter der Aufsicht der „Archäologen am Hellweg“ durchgeführt. Die begonnene Zusammenarbeit mit den Archäologen gestaltet sich erfreulicherweise sehr konstruktiv, pragmatisch und zielorientiert.
Die gesamte Maßnahme steht weiterhin unter Leitung der Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH (GVE) und der Fachbauleitung durch den Architekten und Denkmalpfleger Andreas Holtkamp (BDA).
Die Arbeiten an den Arbeiterhäusern sind inzwischen weiter fortgeschritten. Der Innenausbau konnte nur bedingt erfolgen, da eine Einigung über die neuen Fenster noch ausstand. Die Einigung bzw. Zustimmung ist inzwischen erfolgt.
Das Hammergebäude können wir leider nicht wie geplant zum Herbstfest 2019 komplett fertigstellen. Das Gebäude theoretisch ja, aber die Technik im Inneren nicht. Grund dafür sind festgestellte Mängel an den Hammergerüsten, den Blasebälgen sowie an den Essen. Die Hammersäulen wurden inzwischen begutachtet und dabei wurde festgestellt, dass alle Hammersäulen zerstört sind und nur noch aus einer äußeren Hülle bestehen.
Somit ist eine komplette Erneuerung der Hammersäulen erforderlich. Um die alten Hammersäulen zu ersetzen, muss aber zuerst einmal geeignetes Eichenholz gefunden, aufbereitet und bearbeitet werden. Erst wenn die neuen Hammersäulen fertiggestellt sind, kann der Ausbau der alten und der Einbau der neuen Säulen erfolgen. Da die Hammersäulen ca. 3 m tief im Boden stehen (geschätzt), ist hier erheblicher Aufwand, evtl. mit schwerem Gerät erforderlich. Für die Behebung dieser unerwarteten Schäden müssen jetzt neue Mittel eingeworben werden. Sollten diese zusätzlichen Finanzmittel dann auch zur Verfügung stehen, wäre eine Realisierung der Maßnahme im 1. oder 2. Quartal 2020 möglich. Hier ist das Konsortium bereits im Gespräch mit möglichen Förderern.
Auch an den Blasebälgen hat der Zahn der Zeit gearbeitet und das Leder komplett zerstört, somit sind die Blasebälge nicht mehr funktionsfähig. Die Reparatur bzw. die Sanierung hat bereits begonnen.
In den Essen sind die Schamottsteine defekt und müssen auch komplett ersetzt werden.
Auch hier haben die Arbeiten bereits begonnen.

Die Srecher des Konsortium
      Hans Schippmann                                                         Prof. Dr. Ulrich Borsdorf
1. Vorsitzender Historischer Verein                                     1. Vorsitzender Verein IDEE