„Das kurze Leben des Philipp Müller - Vom FDJ-Demonstranten West zum Widerstandshelden Ost.“

Do, 27.10.2022 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv, Klaus Kaiser

Der 21jährige Arbeiter Philipp Müller wurde als Teilnehmer einer Friedensdemonstration am 11. Mai 1952 - vor 70 Jahren - in Essen erschossen: Er war der erste Demonstrationstote in der Bundesrepublik.

In der DDR wurde er über Jahrzehnte zum Widerstandshelden erhöht und in die Reihen der ‚sozialistischen Helden‘ und antifaschistischen Widerstandskämpfer aufgenommen.

Der Gesprächsimpuls konzentriert sich zunächst auf die Biographie des Protagonisten, die politische und juristische Aufarbeitung des Vorfalls als auch die öffentliche Diskussion um den Tod des Demonstranten in der Zeit. Anschließend wird die politische Instrumentalisierung des jungen Toten in der ehemaligen DDR in einer Fülle von Straßennamen, Denkmälern, Medaillen etc. analysiert, um dann zum Schluss die späten Erinnerungsbemühungen um den Toten in der Bundesrepublik und im wiedervereinigten Deutschland zu thematisieren.

Wie im Brennglas exemplifiziert sich in der Person Philipp Müllers die Geschichte des Kalten Krieges."

Veranstalter       Historischer Verein für Stadt und Stift Essen 

Ort/Treffpunkt    Haus der Essener Geschichte

Hinweis               Anmeldung erforderlich. Es gelten jeweils die allgemein gültigen Schutzverordnungen.

Kosten                keine 

Teilnehmer         max. 50 (zurzeit)

Meldeschluss     20.10.2022

Ort: Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv

Ernst-Schmidt-Platz 1
45128 Essen

Mindestteilnehmerzahl: 10
freie Plätze: 45
Kategorie: Vortrag