„Wer die Wahl hat - Äbtissinnenwahl und Konflikt im Reichsstift Essen"

Do, 08.10.2020 18:00 Uhr - 19:00 Uhr, Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv, Klaus Kaiser

Das Recht ihre Äbtissin in freier Wahl selbst bestimmen zu können, wurde dem Stift Essen bereits in ottonischer Zeit verliehen. Nach dem Tode einer Äbtissin kam der Konvent alsbald zusammen, um aus der Mitte der Frauengemeinschaft eine neue Vorsteherin zu erwählen. Im Idealfall sollten aber keinesfalls die besondere adelige Herkunft und der Reichtum der Kandidatinnen oder gar machtpolitische Erwägungen die Abstimmung beeinflussen. Vielmehr sollte die Fähigste unter den Sanctimonialen die Leitung der Gemeinschaft übernehmen. Dass das Amt einer Äbtissin doch stets auch ein machtpolitischer Faktor in den territorialpolitischen Spannungsfeldern der Region war, zeigt der Vortrag am Beispiel der Reichsabtei Essen. Die wenigen hochadeligen Familien, die ihre Töchter in das Stift sandten, konkurrierten stets um das höchste Amt, dessen Inhaberin sich Fürstäbtissin nennen konnte. Gleich dreimal – 1292-1298, 1426-1428 sowie 1489-1499 – kam es zu Doppelwahlen um die leitende Position im Stift. Kriegerische Konflikte und Einmischung des Papstes waren die Folge.

Veranstalter       Historischer Verein für Stadt und Stift Essen

Ort/Treffpunkt    Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv

Hinweis               keine Anmeldung erforderlich

Kosten                keine

Teilnehmer

Meldeschluss  

Ort: Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv

Ernst-Schmidt-Platz 1
45128 Essen

Mindestteilnehmerzahl: 0
freie Plätze: 25
Kategorie: Vortrag