„Die Villa Hirschland in Werden“

So, 28.06.2020 11:00 Uhr - 13:00 Uhr

Auf dem Gelände des früheren Priesterseminars (heute Kardinal Hengsbach Haus) stand bis 1964 die Villa Hirschland. Der Kutschenhof, das Teehaus mit japanischem Garten und der Badegarten sind noch vorhandene Überreste des ehemaligen Anwesens, das man sich als eine kleinere Ausgabe der Villa Hügel vorstellen darf.

Von 1924 bis 1938 lebte hier Dr. Georg Hirschland mit seiner Familie. Die großbürgerliche Villa mit einer Fülle erlesener Kunstwerke erlebte Zeiten einer wirtschaftlichen Blüte, als das Bankhaus Hirschland nach den Wirren der Inflation der Ruhrindustrie mit amerikanischen Krediten wieder auf die Beine helfen konnte. 1933 fand auf Initiative von Georg Hirschland in ihr die Gründungsversammlung der Reichsvertretung der deutschen Juden statt, um dem staatlichen Antisemitismus ein geschlossenes Auftreten der deutschen Juden entgegen zu setzen. Sie erlebte erregte Debatten, wie die Familie sich gegen die Enteignung durch die Nazis wehren könne.

 

Ort/Treffpunkt   vor dem Eingang des Kardinal Hengsbach Hauses, Dahler Höhe 29, 45239 Essen   

Hinweis             Anmeldung erforderlich (Nr. 20200628)

                          Kosten          5 €/Pers. Bitte innerhalb von 14 Tagen nach Anmeldung überweisen

Teilnehmer        Maximal 20

Meldeschluss    18. Juni 2020

Ort: Extern
Es ist keine Anmeldung mehr möglich.
Kategorie: Führung