Das funktionelle Architekturkonzept der Gesamthochschulen Duisburg und Essen

Do, 06.12.2018 18:15 Uhr - 19:30 Uhr

Vortrag in Kooperation mit dem Haus der Essener Geschichte und dem Universitätsarchiv und dem Institut für Niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung der Universität Duisburg-Essen.

Der Hochschulausbau der 1970er Jahre in Nordrhein-Westfalen war von bedeutenden strukturellen und bildungspolitischen Entscheidungen geprägt. Aufgeschreckt durch die 1964 von Georg Picht ausgerufene und breit diskutierte "Bildungskatastrophe" in der Bundesrepublik sollte die Hochschullandschaft grundlegend reformiert werden. Unter den Schlagwörtern "Chancengleichheit", "Regionalisierung" und "Mobilität" ging es in diesem Jahrzehnt um nicht weniger als eine Umstrukturierung mit dem Ziel der Demokratisierung von Bildung. Beispielhaft wurde dieser Anspruch in den fünf Gesamthochschulen umgesetzt, die im August 1972 in Essen, Duisburg, Siegen, Wuppertal und Paderborn gegründet wurden. Sichtbar wurden diese Ziele aber auch in einer neuen und veränderten Hochschularchitektur an den fünf Standorten: Rationalisierte Konzepte und Bautechniken schufen in der Nutzung flexible und erweiterbare Strukturen, die die neuformulierten Ansprüche an Hochschulkonzepte bedienten und unterstützen. Im Fokus des Vortrages soll genau dieses Zusammenspiel von bildungspolitischen Vorgaben und Hochschularchitektur stehen.

siehe auch Link zum Veranstaltungsflyer

Ort: Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv

Ernst-Schmidt-Platz 1
45128 Essen

Keine Anmeldung erforderlich.
Kategorie: Vortrag