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Veranstaltungen 2/2011
Montag, 11. Juli, 18 Uhr Buchpräsentation und Vortrag Sonja Hermann (Arbeitsstelle Inschriften, Universität Bonn): Die Inschriften der Stadt Essen Eine Veranstaltung der Arbeitsstelle Inschriften der Universität Bonn in Kooperation mit der Domschatzkammer und dem Historischen Verein Essen (Altfridsaal im Kreuzgang des Essener Doms, An St. Quintin 3) Im Rahmen eines Vortrags mit anschließendem Empfang gibt die Bearbeiterin einen Überblick über die Essener Inschriften, die z. B. auf Goldschmiedearbeiten, Gemälden und Grabplatten ausgeführt wurden und ganz unterschiedliche Inhalte vermitteln. Die Bandbreite reicht von Inschriften des Totengedenkens über Stifterinschriften bis hin zu Inschriften, in denen die konfessionellen Spannungen in der Stadt Essen im 16. Jahrhundert zum Ausdruck kommen. „Die Inschriften der Stadt Essen, gesammelt und bearbeitet von Sonja Hermann (Die Deutschen Inschriften 81), Wiesbaden 2011"; 386 S., 212 teilweise farbige Abb., 1 Karte, 69,- €. Der Band enthält die kommentierte Edition aller vom Frühmittelalter bis 1650 hergestellten Inschriften aus dem Gebiet der heutigen Stadt Essen. Der Band kann im Rahmen der Präsentation von den Mitgliedern der örtlichen Heimat- und Geschichtsvereine zum Sonderpreis von 55 ,- € erworben werden:
Donnerstag, 21. Juli, 18 Uhr Vortrag Dr. Klaus Lindemann: Rellinghausen zur Kaiserzeit (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv, Ernst-Schmidt-Platz 1) 1910 wurde Rellinghausen nach Essen eingemeindet. Den 100. Jahrestag dieses Ereignisses nahmen das Historikerpaar Klaus und Valeska Lindemann 2010 zum Anlass ein Buch über die Geschichte der Bürgermeisterei zu veröffentlichen. Die Bürgermeisterei Rellinghausen war 1876 entstanden, als das rasante Wachstun zu einer Trennung von Steele führte. Zur Bürgermeisterei gehörten neben Rellinghausen auch Bergerhausen, Heisingen, Rüttenscheid und Heide (heute Stadtwald).
Samstag, 27. August, 14 Uhr Führung „Essener City-Kirchen" (Treffpunkt: Foyer der Domschatzkammer Essen, Burgplatz 2) Kirchliches Leben prägt unsere Stadt bereits seit dem frühen Mittelalter. Der heutige Dom war früher die Kirche des um 850 gegründeten Essener Frauenstiftes. Im 11. Jahrhundert entstand St. Gertrud als erste katholische Pfarrkirche. Nach der Reformation wurde das im Zentrum der Stadt gelegene Gotteshaus zur protestantischen Marktkirche. Ende des 19. Jahrhunderts kamen mit dem rasanten Wachstums Essens im Zuge der Industrialisierung die katholische Kirche St. Gertrud und die protestantische Kreuzeskirche hinzu. Für die alt-katholische Gemeinde errichtete die Stadt Essen 1914 bis 1916 ein Gotteshaus. Noch heute prägen die Innenstadtkirchen das Bild der Stadt, vor allem aber die hier lebenden Menschen. Seit dem Kulturhauptstadtjahr bietet der "Arbeitskreis Kirchen in der Essener City" mit großem Erfolg einmal in der Woche eine Führung durch die Essener Innenstadtkirchen an. Eine solche Führung wird nun exklusiv für die Mitglieder des Historischen Vereins angeboten. Treffpunkt für die ca. zweistündige Führung ist das Foyer der Domschatzkammer am Burgplatz. Es führen Elisabeth Schulz und Beate Scholten. Die Teilnahme kostet 5,00 €. Eine schriftliche Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist erforderlich.
Samstag, 17. September, 15.15 Uhr Führung durch das ThyssenKrupp Quartier (Treffpunkt: Vor dem Hauptgebäude Q 1, ThyssenKrupp Allee 1) Als der Weltkonzern ThyssenKrupp im letzten Jahr sein neues Hauptquartier bezog, bedeutete dies auch die Rückkehr zu den historischen Wurzeln. 1811 gründete Friedrich Krupp seine Gussstahlfabrik in Essen. Mit einem architektonisch anspruchsvollen Entwurf hat ThyssenKrupp einen neuen Anziehungspunkt in Essen geschaffen. Auf dieser Führung werden Architektur und Technik der Konzernzentrale vorgestellt. Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich, da nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich ist. Als Führungsentgelt werden vermutlich 4 € pro Person anfallen (abhängig von der Teilnehmerzahl). ACHTUNG Nur noch begrenzte Plätze frei.
Donnerstag, 29. September, 18 Uhr Vortrag Hans Schippmann/Karsten Plewnia: Der Harz - Die Schatzkammer der deutschen Kaiser (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv, Ernst-Schmidt-Platz 1) Hans Schippmann und Karsten Plewnia haben dieses Jahr wieder die große Herbst-Exkursion vorbereitet. Sie führt diesmal von Essen in den Harz, sozusagen von einem Weltkulturerbe ins andere. Die mittelalterliche Altstadt von Goslar wurde bereits 1992 Weltkulturerbe. In einem vorbereitenden Vortrag stellen die beiden Referenten die kulturhistorischen Besonderheiten des Harz vor. Der Vortrag steht selbstverständlich auch Nicht-Teilnehmern der Exkursion offen.
Freitag, 28. Oktober, 15 Uhr Führung Dr. Ralf Stremmel (Historisches Archiv Krupp): Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten (Treffpunkt: Villa Hügel) 200 Jahr Krupp gilt es im Jahr 2011 zu feiern. Aus diesem Anlass zeigt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung eine große Fotoausstellung in der Villa Hügel. Unter dem Titel "Krupp - Fotografien aus zwei Jahrhunderten" werden in 15 Räumen der Villa Hügel die bedeutendsten Schätze aus der einzigartigen Sammlung des Historischen Archiv Krupp präsentiert. Die meisten Aufnahmen wurden bislang noch nie öffentlich vorgestellt; viele sind für die Geschichte der Fotografie von herausragender Bedeutung. Die Ausstellung hat einen besonderen Blickwinkel: Sie fragt danach, wie Fotografie verwendet wurde und welchen Zwecken sie diente. Krupp war das erste Unternehmen, das sich im 19. Jahrhundert intensiv dem neuen Medium zuwandte. Der Leiter des Historischen Archivs Krupp Dr. Ralf Stremmel wird mit seinen Mitarbeitern eine Führung für die Mitglieder des Historischen Vereins gestalten. Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich, da nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich ist. Der Eintritt in die Ausstellung beträgt 3,- € pro Person. Eine Führungsgebühr fällt nicht an.
Donnerstag - Samstag, 6.-8. Oktober Exkursion „Der Harz - Die Schatzkammer der deutschen Kaiser" Begleitung: Hans Schippmann / Karsten Plewnia Das Programm der großen Herbst-Exkursion ist so umfangreich, dass es gesondert im nächsten Rundbrief erscheint. Dort erfahren Sie auch den Preis und die Anmeldeformalitäten.
Donnerstag, 13. Oktober, 18 Uhr Vortrag Daniela Fleiß, M.A. (Universität Siegen): Das Bild der Stadt. Image- und Identitätsbildung im Ruhrgebiet in Zeiten von Kohle- und Stahlkrise (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv, Ernst-Schmidt-Platz 1) Wie ist das Ruhrgebiet zu seinem Image gekommen? Wie hat sich parallel dazu die Identität, das Selbstbild, der Ruhrgebietsbewohnerinnen und -bewohner entwickelt? Aufschluss über den Zusammenhang von wirtschaftlicher, architektonischer und städteplanerischer Wirklichkeit und dem Image und der Identität der Region bieten die ersten Schritte der Ruhrgebietskommunen in Richtung eines modernen Städtemarketings in der Krisenzeit der sechziger und siebziger Jahren. Die Untersuchung von Imagebroschüren, Postkarten oder Bildbänden vermittelt einen Eindruck davon, wie sich das Ruhrgebiet in der Strukturkrise selbst sah und wie es von anderen gesehen werden wollte und bietet damit einen Ausgangspunkt für die Einschätzung der heutigen Imagepolitik des Ruhrgebiets als Kulturmetropole .
Donnerstag, 10. November, 18 Uhr Vortrag Ina Thiesies, Daniel Cremer und Björn Meiworm: Blütezeit des Essener Frauenstiftes: Die Amtszeit der Äbtissin Mathilde von Essen (reg. 973-1011) (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv, Ernst-Schmidt-Platz 1) In Vorbereitung auf den Besuch der Ausstellung „VergESSEN? Prinzessin Mathilde, Äbtissin von Essen" stellen drei Studierende der Universität Düsseldorf ihre Forschungsbereiche im Rahmen der Ausstellung vor. Sie sprechen über die Vita Prinzessin Mathildes, über die Essener Goldschmiedekunst im frühen Mittaltelalter und das in vieler Hinsicht außergewöhliche und rätselhafte Senkschmelzenkreuz.
Samstag, 12. November, 15.30 Uhr Führung durch die Ausstellung "VergESSEN?. Prinzessin Mathilde - Äbtissin von Essen". Ausstellung in Dom und Domschatz Essen Treffpunkt: Domschatzkammer Essen, Foyer (Domschatzkammer Essen, Burgplatz 2) Die kaiserliche Prinzessin Mathilde, Enkelin Kaiser Ottos I., amtierte von 973 bis 1011 als Äbtissin des Essener Frauenstiftes. Anlässlich ihres 1000. Todestags in diesem Jahr zeigt die Domschatzkammer eine Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit Studierenden des Kunsthistorischen Instituts der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erarbeitet wurde. In Dom und Schatzkammer verfolgt die Ausstellung Mathildes Spuren. Sie war Bauherrin der ottonischen Stiftskirche, deren monumentaler Westbau noch heute von Glanz und Qualität des Baus zeugt. In Mathildes Amtszeit blühte das Essener Skriptorium, es gab eine eigene Goldschmiedwerkstatt im Stift, in der der Marsusschrein, einige der heute in der Schatzkammer befindliche Kreuze und vermutlich auch die Goldene Madonna geschaffen wurden. Der Siebenarmige Bronzeleuchter erinnert durch seine Inschrift an Mathilde. Sie muss ihn bei den besten Bronzegießern ihrer Zeit in Auftrag gegeben haben. Durch die Ausstellung führen Studierende, die an dem Projekt teilgenommen und die Ausstellung erarbeitet haben. Bitte schriftlich anmelden. Es gilt ein Sonderpreis von 4,- € pro Person. ACHTUNG Nur noch begrenzte Plätze frei.
Donnerstag, 8. Dezember, 18 Uhr Vortrag Karsten Plewnia: Jeder Höhlenforscher einmal im Karst! Eine Forschungsreise Nürnberger Höhlenforscher nach Adelsberg (heutige Postojna) in den slowenischen Karst 1937 (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv, Ernst-Schmidt-Platz 1) Slowenien steht in Mittelpunkt der diesjährigen Essener Lichtwochen. Der Historische Verein Essen steuert zu diesem Thema einen besonderen Vortrag bei. Unser Mitglied Karsten Plewnia wird einen Werkstattbericht aus seinem Dissertationsvorhaben "Deutsche "Höhlen- Forschung und Nationalsozialismus" geben. Er berichtet von einer Forschungsreise und deren Umstände in den slowenischen Karst. Da nur wenige Ergebnisse überliefert waren, machte er sich im Jahre 2009 selbst auf die Spur dieser Expedition und brachte eindrucksvolle Geschichten und Bilder aus Slowenien mit. Hinweis: Bei Veranstaltungen mit eingeschränkter Teilnehmer zahl (Führungen u.ä.) werden bei der Anmeldung Vereinsmitglieder vorrangig berücksichtigt.
Bereits gelaufeneVeranstaltungen 1/2011
Donnerstag, 3. Februar, 17 Uhr Führung Dr. Detlef Hopp (Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege): Ausstellung „Stadtarchäologie 2010" (Rathausfoyer, Porscheplatz 1) Schon traditionell führt der Essener Stadtarchäologe Dr. Detlef Hopp den Historischen Verein durch seine jährliche Ausstellung zu den aktuellen archäologischen Funden in Essen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Donnerstag, 10. Februar, 18 Uhr Vortrag Dr. Wilfried Reininghaus (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen): Bergbau in der frühen Neuzeit (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv, Bismarckstr. 10) Der Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, Dr. Wilfried Reininghaus, der außerdem als Professor an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster lehrt, referiert über den Bergbau vor Beginn der Industrialisierung.
Donnerstag, 10. März, 18 Uhr Jahreshauptversammlung (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv, Bismarckstr. 10) Die Einladung zur Jahreshauptversammlung erfolgt mit gesonderter Post.
Donnerstag, 10. März, 19 Uhr Festvortrag (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv, Bismarckstr. 10) Heinrich Theodor Grütter (Ruhr Museum): 200 Jahre Krupp. Der Mythos wird besichtigt
2011 ist das Krupp-Jahr. Die Firma, mit der Name der Stadt Essen bis heute untrennbar verknüpft ist, feiert Jubiläum, und das Ruhr Museum widmet diesem Ereignis eine Sonderausstellung, die zum Jahresende hin eröffnet. Die Mitglieder des Historischen Vereins haben die besondere Gelegenheit jetzt schon einen Einblick in die Planung dieser besonderen Ausstellung zu erhalten. Heinrich Theodor Grütter, der diese Ausstellung konzipiert, wird erste Inhalte in einem Werkstattbericht vorstellen und mit zahlreichen Bildern illustrieren.
Sonntag, 3. April, 15 Uhr Führung Robert Welzel: Gründerzeitarchitektur im Essener Nordviertel (Treffpunkt: St. Gertrudiskirche am Viehofer Platz, alter Osteingang zur Viehofer Str.) Die Stadtteilführungen von Robert Welzel gehören schon fast zum festen Programmpunkt des Historischen Vereins und erfreuen sich großer Beliebtheit. Diesmal lenkt er den Blick auf das Nordviertel, das in aktuellen Analysen als das „Sorgenkind" der Essener City gilt. Dabei hat das Viertel einige architektonische Besonderheiten aufzuweisen, die es in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Donnerstag, 14. April, 18 Uhr Vortrag Dr. Thorsten Fischer: Die Nekrologe der Essener Äbtissinnen im Mittelalter (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv, Bismarckstr. 10) Einen Blick ins Mittelalter erlaubt uns Dr. Thorsten Fischer, der die Nekrologe der Essener Äbtissinnen untersucht hat.
Sonntag, 22. Mai, 11 Uhr Führung und Vortrag Anna Pawlik, M.A. (Domschatzkammer Essen): Die Altartafeln von Bartholomäus Bruyn in der Anbetungskirche St. Johann (1522-1525) (Treffpunkt: St. Johann, Kettwiger Str.) Der Kölner Maler Bartholomäus Bruyn (1493-1555) hat 1522-1525 Altarbilder für das Essener Münster geschaffen, die heute in der Anbetungskirche St. Johann zu sehen sind. Dort zu sehen ist auch die älteste Darstellung der Stadt Essen. Anna Pawlik, Mitarbeiterin der Domschatzkammer, wird das Werk vorstellen. Wir bitten Sie, bei Interesse für diese Veranstaltung das beiliegende Anmeldeformular auszufüllen und an die Geschäftsstelle zu senden.
Donnerstag, 9. Juni, 18 Uhr Vortrag Dr. Frank Knospe ( Amt für Geoinformation, Vermessung und Kataster der Stadt Essen): Essen, eine Stadt im Wandel. Computerunterstützte kartographische Darstellungen zur Essener Geschichte (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv. Ernst-Schmidt-Platz 1) Der Vortrag „Stadt Im Wandel" zeigt Möglichkeiten der modernen kartographischen Technik im Zusammenspiel mit Historischen Elementen auf. Neben klassischen Karten und Bildern, wird im Vortrag insbesondere die Möglichkeit der dreidimensionalen Darstellung präsentiert. Hier soll auch vorgestellt werden, wie bereits vorhandene externe Informationen (z.B. vom Historischen Verein, von den Bürgervereinen, von verschiedenen Geschichtsinitiativen usw.) mit den vorhandenen internen Grundlagen aus der Stadtverwaltung (z.B. Archäologie, Stadtbildstelle, Online-Redaktion, Stadtarchiv, Geoinformationen) über digitale moderne technische Plattformen verknüpft werden können.
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