"Gustav Heinemann – der etwas andere Sozialdemokrat“

Do, 12.10.2017 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Gustav Heinemann war ein eher untypischer Sozialdemokrat. Bevor er 1957 in die SPD eintrat, hatte er bereits als Manager in der Montanindustrie Karriere gemacht, in Essen die CDU mit gegründet und als CDU-Innenminister dem ersten Kabinett Adenauer angehört.
Für Heinemann – aber auch für die SPD – bezeichnete der SPD-Beitritt eine Zäsur. Der Wirtschaftsbürger und evangelische Christ Heinemann überwand alte Vorbehalte gegenüber der SPD. Die SPD ihrerseits befand sich 1957/58 gerade „auf dem Weg nach Godesberg“, d.h. sie wandelte sich von der Arbeiter- zur Volkspartei.
Für beide erwies sich diese - nicht nur auf den ersten Blick erstaunliche - Verbindung als großer Gewinn. Heinemann kam in der SPD rasch in verantwortliche Positionen. 1966 wurde er Justizminister und drei Jahre später der erste Bundespräsident aus den Reihen der SPD.
Die SPD gewann mit Heinemann ein politisches Talent von hohen Graden, das in weiten Teilen der bundesdeutschen Bevölkerung bald großes Ansehen genoss.
Der Vortrag wirft einen Blick auf eine so ungewöhnliche wie ertragreiche politische Karriere und beleuchtet die Hintergründe, die dazu führten, dass Gustav Heinemann überhaupt Sozialdemokrat wurde. Des Weiteren wird nach der Bedeutung gefragt, die Heinemann für die SPD und darüber hinaus für die politische Entwicklung der Bundesrepublik Deutschlands hatte.

Ort/Treffpunkt
   Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv, Ernst-Schmidt-Platz 1

Veranstalter        Historischer Verein

Kosten                 keine

Hinweis               Keine Anmeldung erforderlich

Ort: Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv

Ernst-Schmidt-Platz 1
45128 Essen

Keine Anmeldung erforderlich.
Kategorie: Vortrag