„Die Krupp'sche Nachtscheinanlage auf dem Rottberg im Zweiten Weltkrieg 1941 – 1945“ Führung

So, 17.06.2018 16:00 Uhr - 18:00 Uhr

Auf dem Velberter Rottberg, mit Ausdehnung bis in den Essener Süden, stand im Zweiten Weltkrieg eine sogenannte Nachtscheinanlage. Diese war eine stark vereinfachte Nachbildung der Gussstahlfabrik der Essener Friedrich Krupp AG, ein „Dummy-Werk“, wie man heute sagen würde.
Die hier angeordnete Attrappe der Gußstahlfabrik hatte eine Ausdehnung von etwa 1,5 × 2,5 km und zog einen beträchtlichen Teil der nächtlichen Bombenangriffe auf den dünn besiedelten Rottberg. Hier war die Scheinanlage allerdings eine erhebliche Gefahr für die umliegenden Höfe, die deshalb nachts evakuiert wurden.
Die Anlage bestand aus einer Vielzahl von mit einfachsten Mitteln errichteten, partiell angeordneten Attrappen industrieller Anlagen wie Sheddächern, einem Gasometer, Schornsteinen und einer auf einer Endlosschleife fahrenden Eisenbahn. 1941 war sie von der Organisation Todt errichtet worden. Betrieben wurde die Anlage dann bis Anfang 1944 von der Wehrmacht-Luftwaffe, womit die Anlage militärisches Sperrgebiet war.
Heute ist nur noch der Leitbunker der Scheinanlage erhalten. Nach systematischer Erforschung und Dokumentation durch ehrenamtliche Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) – Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland wurde dieser 2013 unter Denkmalschutz gestellt.
Der Lichtbildvortrag umreißt zunächst die Rolle von Scheinanlagen im historischen Kontext des Luftschutzes mit seinen umfangreichen Facetten, dessen Bestandteil sie letztendlich waren. Schwerpunkt ist die konkrete Beschreibung und Geschichte der Krupp’schen Nachtscheinanlage auf dem Rottberg. Abschließend wird die Entwicklung des erhaltenen Leitbunkers der Anlage zum Denkmal dargestellt, der zu den Tagen des offenen Denkmals mittlerweile tausende Besucher auf den Rottberg zog.

Nähere Informationen
 www.nachtscheinanlage.de

Ort/Treffpunkt    Velbert, Asbachtal 2 - 6, im Gelände (dort wird dann zum Parken eingewiesen / bzw. werden die Teilnehmer abgeholt)

Veranstalter       Historischer Verein

Kosten                5 €/Pers.

Hinweis              Anmeldung erforderlich (Nr. F20180617) bitte unbedingt bei Überweisung im Verwendungszweck angeben). Nach der Anmeldung ist der Unkostenbeitrag
                           (pro Person) innerhalb von 14 Tagen zu überweisen. Ansonsten gehen wir davon aus, dass Sie kein Interesse mehr an der Veranstaltung haben und
                           müssen Sie leider von der Meldeliste streichen, um den blockierten Platz für andere freizugeben.
Nur der Ordnung halber müssen wir erwähnen, dass der denkmalgeschütze Leitbunker zwar - soweit möglich - ehrenamtlich museal erschlossen und betreut wird, aber die Betreuer nicht Eigentümer von Anlage und Gelände sind und somit auch nicht als "Veranstalter" auftreten. 

Die Teilnahme an Wanderung und Besichtigung muss deshalb ausdrücklich auf eigene Gefahr stattfinden.

                  
Konto                 Sparkasse Essen, BLZ 36050105, Kto.Nr. 313007
IBAN                   DE54 3605 0105 0000 3130 07    BIC:    SPESDE3EXXX
                      
Teilnehmer        maximal 20

Meldeschluss      10. Juni

Ort: Extern
Mindestteilnehmerzahl: 10
freie Plätze: 12
Kategorie: Exkursionen