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Rückblick 2009 PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 20. Januar 2009 um 11:16 Uhr

Historischer Verein Essen
Rückblick 2009

Donnerstag, 22. Januar, 17.00 Uhr
Führung Dr. Detlef Hopp (Stadtarchäologie/Untere Denkmalbehörde): Ausstellung “Stadtarchäologie 2008”
(Foyer des Rathauses, Porscheplatz 1)

Auch in diesem Jahr wird der Stadtarchäologe Dr. Detlef Hopp eine Führung für die Mitglieder des Historischen Vereins veranstalten. Den Besuchern erwarten Funde aus den Grabungen aus dem Jahr 2008, wobei vor allem die Großbaustellen am Limbecker Platz und am Krupp-Gürtel im Mittelpunkt standen.


Donnerstag, 12. Februar, 18.00 Uhr
Vortrag Dr. Ulrike Laufer: Die neue Dauerausstellung im Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv
(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Im Herbst 2009 ist es soweit. Das Haus der Essener Geschichte eröffnet und mit ihm die neue Dauerstellung. Basierend auf der Ausstellung “Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus”, die in der Alten Synagoge zu sehen war, hat Frau Dr. Ulrike Laufer ein neues Konzept erarbeitet. Die Ausstellungsmacherin wird dieses Konzept in ihrem Vortrag vorstellen.


Donnerstag, 5. März, 17.00 Uhr
Jahreshauptversammlung
(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Die Einladung erfolgt brieflich.


Donnerstag, 5. März, 18.00 Uhr
Vortrag Prof. em. Dr. Dr. h.c. Arnold Angenendt (Westfälische Wilhelms-Universität Münster): Der heilige Liudger - 1200 Jahre Christentum im Ruhrgebiet

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

2009 ist das Jahr des Heiligen Liudger, des Gründers des Klosters Werden, der als Missionar der Friesen und Sachsen eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des christlichen Abendlandes spielte. Sein Todestag jährt sich zum 1.200sten Mal und der Historische Verein hat einen der international renommiertesten deutschen Kirchenhistoriker gewinnen können, über Liudger zu referieren. Prof. Angenendt lehrt an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und ist renomierter Spezialist für das Frühmittelalter.


Samstag, 25. April, 14 Uhr [im Programm-Flyer ist  versehentlich der 24.4. vermerkt]
Führung Robert Welzel: “Gründerzeit- und Jugendstilarchitektur in Katernberg"
(Treffpunkt: Brunnen auf dem Katernberger Markt)

Schon in der Vergangenheit hat Robert Welzel mit seinen Stadtteilführungen bislang kaum beachtete Seiten der Stadt Essen erkundet. Diesmal führt er durch den nördlichen Stadtteil Katernberg, in dem sich Beispiele für Gründerzeit- und Jugendstilarchitektur finden lassen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Donnerstag, 14. Mai, 18.00 Uhr
Vortrag Dr. Axel Heimsoth: Eisenbahnpolitik am Hellweg. Die Entstehung von Verkehrsräumen im 19. Jahrhundert
(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Die ersten Eisenbahnen waren im 19. Jahrhundert umkämpft. Jede Gemeinde wollte angeschlossen werden und so wurde hitzig diskutiert, wer den Zuschlag für einen Anschluss bekäme. Verkehrspolitiker zwischen Dortmund und Soest führten gegenüber der preußischen Regierung den Hellweg als Argument an: Die mittelalterliche Fernhandelsverbindung hätte bisher ihren Wohlstand gesichert und künftig müsse dies die Eisenbahn übernehmen. Eine andere Strategie verfolgten Essen und Bochum. Obwohl auch sie am Hellweg liegen, vertraten ihre Verkehrspolitiker allein die wirtschaftichen Interessen der Schwerindustrie - ohne auf den Hellweg Bezug zu nehmen. Mit unterschiedlichen Motiven kämpften die Bürger für zwei Verkehrsräume: dem Ruhrgebiet und der Hellwegregion.


Donnerstag, 18. Juni, 18.00 Uhr [im Programm-Flyer ist versehentlich der 11.6. vermerkt]
Vortrag Ralf Peters, M.A. (Konzernarchiv Evonik Industries): Engagement als Bürgerpflicht - Die Unternehmerfamilie Goldschmidt und das Museum Folkwang 1918 - 1960

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Im Jahr 1922 kaufte die Stadt Essen die bedeutende Kunstsammlung, die Karl Ernst Osthaus zusammengetragen hatte: Mit dem Museum Folkwang wurde Essen zu einem Kunststandort von internationalem Rang. Der Kauf war nur möglich durch die Beteiligung von Sponsoren, unter denen die Unternehmerfamilie Goldschmidt eine erhebliche Rolle spielte. Ralf Peters, der bereits eine Geschichte der Firma Th. Goldschmidt verfasst hat,  beleuchtet mit Hilfe neuer Quellenfunde die Bedeutung der Goldschmidt-Familie als Mäzen.


Samstag, 20. Juni
Exkursion zur Ausstellung “IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht in Haltern am See, Kalkriese und Detmold

Die römische Niederlage gegen den Cheruskerfürst Arminius im Jahr 9. n. Chr. ist als Schlacht im Teutoburger Wald in die Geschichte eingegangen und zu einem deutschen Nationalmythos verklärt worden. Genau 2000 Jahre nach der Schlacht werden in einem imposanten Ausstellungsprojekt Antworten auf folgende Fragen gegeben:

Wie konnte es zu dem Desaster für das römische Imperium auf dem Höhepunkt seiner Macht kommen? Wer war der Cheruskerfürst Arminius, der den gestandenen Feldherren Varus besiegte? Wie konnte ein junger Germane, Offizier in römischen Diensten, eine Supermacht in die Knie zwingen? Und wie wurde er zu einem deutschen Nationalhelden? Und schließlich: Welche weltpolitischen Folgen hatte die Niederlage für die Geschichte Europas und Deutschlands?

Die Anmeldeformalitäten werden im Rundbrief bekanntgegeben. Die Anmeldung ist nur schriftlich möglich.

Donnerstag, 13. August, 18.00 Uhr
Vortrag Dr. Stephen Pielhoff:
Nicht aus einem Guss -
Friedrich Alfred Krupps Beziehungen als Stifter und Mäzen

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

In einer Zeit knapper öffentlicher Kassen mehren sich Appelle, Gemeinsinn zu zeigen, ehrenamtlich zu arbeiten und Geld für kulturelle und soziale Zwecke zu schenken. Vor allem der Begriff der „Zivilgesellschaft" wird im Zuge dieses gesellschaftspolitischen Diskurses zunehmend inflationär als populäres „Schlagwort" ohne historische Tiefenschärfe gebraucht.

Vor diesem Hintergrund fragt der Vortrag nach dem finanziellen Ausmaß außerbetrieblichen Mäzenatentums bei Friedrich Alfred Krupp und untersucht die Qualität seiner Gabentauschbeziehungen zur Stadt Essen, zu armen Bittstellern, Künstlern, Wissenschaftlern, Freunden und Vermittlern. Dabei fällt auf, dass Krupp als Stifter und Mäzen außerhalb des eigenen Unternehmens relativ selten aktiv von sich aus handelte, sondern meistens situationsbedingt auf bestimmte Anlässe und auf konkrete Anfragen oder diffuse Erwartungen Anderer reagierte. So gesehen war sein Mäzenatentum „nicht aus einem Guss", sondern aufgesplittert in unterschiedliche Aufgaben und Rollenzuschreibungen, je nachdem, wer Krupps Gegenüber im mäzenatischen Gabentausch war.

Samstag, 29. August, 14.00 Uhr
Führung Achim Mikuscheit (Ruhr Museum):
Die Margarethenhöhe. Entwurf der Vergangenheit - Perspektive für die Zukunft

(Treffpunkt: Torhaus am Brückenkopf)

Die Siedlung Margarethenhöhe ist das Paradebeispiel der deutschen Gartenstadt. Mit der Siedlung Hellerau bei Dresden zählt sie zu den ältesten und architektonisch bemerkenswertesten Gartenstädte in Deutschland. Zahlreiche in- und ausländische Besucher wandeln heute auf den Spuren ihres Architekten Georg Metzendorf, der vor 100 Jahren (1909) mit seiner Denkschrift über den Ausbau der Siedlung die Weichen für ihre Gestaltung stellte. 1909 begann auch der Bau der Brücke über das Mühlbachtal, 1910 wurde mit dem ersten Bauabschnitt begonnen.

Achim Mikuscheit vom Ruhr Museum wird auf einem kulturhistorischen Spaziergang durch die Siedlung Architektur und Baugeschichte dieses einmaligen Gebäudeensembles vorstellen und auch die Museumswohnung präsentieren.

Donnerstag, 10. September, 18.00 Uhr
Vortrag Uwe Wick (Willibald Gebhardt Institut, Essen):
Vom ersten Turnverein zum Ruhr-Marathon -
150 Jahre Sport in Essen (1859-2009)

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Mit der Gründung des ersten Turnvereins am 21. Oktober 1859 beginnt die kontinuierliche Entwicklung des organisierten Vereinssports in Essen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die nunmehr 150-jährige Sportgeschichte der Stadt Essen unter Berücksichtigung allgemeiner und regionaler Aspekte der Sportgeschichte. Schwerpunkte bilden dabei die verschiedenen Entwicklungsphasen im Vereinssport, die Rolle der Essener Stadtverwaltung im Sport, sportliche Großveranstaltungen in Essen - vom rheinisch-westfälischen Kreisturnfest 1890 über das Deutsche Turnfest 1963 bis zum Ruhr-Marathon 2009.

Dienstag, 29. September, 19.30 Uhr
Eröffnungsvortrag Dr. Joachim Gauck
zur Ausstellung „20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit"

(Rathaus, Ratssaal)

2009/2010 jähren sich die Friedliche Revolution und die Wiedervereinigung Deutschlands zum 20. Mal. Aus diesem Anlass haben die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung eine Ausstellung erarbeitet, die nun in Essen zu sehen sein wird.

Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf die damaligen Ereignisse. Sie erinnert an den Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, die Fluchtbewegung im Sommer und die Massenproteste im Herbst 1989. Sie berichtet von der Selbstdemokratisierung der DDR und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der Deutschen Einheit.

Zur Eröffnung der Ausstellung, die die Stadt Essen im Rathausfoyer präsentiert, spricht Joachim Gauck (geb. 1940), der entscheidend an der Protestbewegung in der DDR beteiligt war. Von 1991 bis 2000 war er der erste Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Die Mitglieder des Historischen Vereins sind zu dem Eröffnungsvortrag eingeladen.

Donnerstag, 8. Oktober, 18.00 Uhr
Vortrag Hans Schippmann / Karsten Plewnia:
Bergbau und die Kulturlandschaft im Erzgebirge - Bergbau einmal anders in Sachsen und Böhmen

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Vorbereitender Vortrag für die Exkursion nach Sachsen und Böhmen. Auch Nicht-Teilnehmer der Exkursion sind herzlich zum Vortrag eingeladen-

Dienstag, 20. Oktober - Samstag, 24. Oktober
Exkursion nach Sachsen und Böhmen:
Bergbau und die Kulturlandschaft im Erzgebirge
Begleitung: Hans Schippmann / Karsten Plewnia

(Anmeldeformalitäten im aktuellen Vereinsrundbrief)

Die große Exkursion wird von vielen Mitgliedern schon mit Spannung erwartet. Herr Schippmann und Herr Plewnia werden diesmal eine Brücke zwischen den Bergbauregionen Ruhrgebiet und Erzgebirge schlagen. Im Erzgebirge, das die natürliche Grenze zwischen Sachsen und Böhmen darstellt, wurde bereits im 12. Jahrhundert Silbererz abgebaut. Diese lange Tradition des Bergbaus prägte die Kultur des Erzgebirges und ließ eine besondere Kulturlandschaft entstehen.

Im nächsten Vereinsrundbrief erhalten Sie den Programmablauf der Exkursion und das Anmeldeformular zugeschickt

Donnerstag, 12. November, 18.00 Uhr
Vortrag Dr. Klaus Wisotzky (Stadtarchiv Essen):
„O Tannenbaum, o Tannenbaum, der Kaiser hat in den Sack gehauen" - Die Revolutionszeit in Essen 1918/19

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Die revolutionäre Bewegung am Ende des Ersten Weltkrieges erfasste auch die Industriestadt Essen. Am 8. November 1918 besetzten revolutionäre Matrosen und Soldaten den Bahnhof und am 9. November konstituierte sich ein Arbeiterrat. Über den Verlauf der Revolution in Essen wird Herr Wisotzky in seinem Vortrag berichten und ein oft vernachlässigtes Kapitel Essener Geschichte aufschlagen.

Donnerstag, 10. Dezember, 18.00 Uhr
Vortrag Dr. Jürgen Mittag (Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum):
Die Idee der Kulturhauptstadt. Ursprung, Entwicklung und Wandel

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Der Essener Lichtwochen stehen bereits 2009 ganz im Zeichen der Kulturhauptstadt, und der Historische Verein Essen steuert wie in den Vorjahren einen Vortrag bei.

Obwohl das Konzept der europäischen Kulturhauptstadt auf immer größere Resonanz stößt, ist wenig über die Ursprünge der Idee, über die ihr zugrunde liegenden Ziele und  über die Veränderungen bekannt, die das Konzept in den vergangenen 25. Jahren genommen hat. Vor diesem Hintergrund will der Vortrag überblicksartig die Entstehung und Ausgestaltung der Idee der europäischen Kulturhauptstadt beleuchten und dabei zeigen, wie stark sich das ursprüngliche Konzept mittlerweile verändert hat.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 20:12 Uhr
 

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