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Rückblick 2008 PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 10. Januar 2007 um 20:18 Uhr

Die Veranstaltungen stehen auch Nicht-Mitgliedern offen.

 

RÜCKBLICK 2008

 

Mittwoch, 23. Januar, 17.30 Uhr

Führung PD Dr. Ralf Stremmel (Historisches Archiv Krupp)

Historische Ausstellung Krupp

(Villa Hügel, Kleines Haus)

 

Anmeldung im Stadtarchiv Tel. 0201 - 88 41 300 (Nur für Mitglieder!)

Der Leiter des Historischen Archivs Krupp, Herr Dr. Stremmel, öffnet erneut exklusiv für die Mitglieder des Historischen Vereins die Pforten zur Historischen Ausstellung Krupp. Vor knapp einem Jahr nach umfangreichen Umbauarbeiten neu eröffnet hat sich die Ausstellung zu einem wichtigen Anlaufpunkt für alle Interessenten der Unternehmens- und Industriegeschichte im Ruhrgebiet entwickelt.

 

Donnerstag, 14. Februar, 19.00 Uhr

Vortrag Prof. Dr. Dr. h.c. Reimund Haas (Bistum Essen/Erzbistumsarchiv Köln):
Warum scheiterte der erste Plan für ein Bistum 1928?

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

 

"Ein Bistum in Essen?" berichteten im Sommer 1928 Essener Zeitungen. Dass dahinter der Kölner Plan für ein Großbistum Essen von Kleve bis Plettenberg mit 2 1/4 Millionen Katholiken stand, ahnte wohl keiner der Essener Leser. Woran scheiterte dieser erste Plan für ein Ruhrbistum Essen und warum wurde es 1958 gegründet, als die erste Kohlenkrise das Ruhrgebiet heimsuchte? Diesen Fragen soll auf der Grundlage neuer Quellenfund nachgegangen werden.

 

Mittwoch, 20. Februar, 17.00 Uhr

Führung Dr. Detlef Hopp (Stadtarchäologie/Untere Denkmalbehörde):

Ausstellung "Stadtarchäologie 2007"

(Foyer des Rathauses, Porscheplatz 1)

 

Die Präsentation des Instituts für Denkmalschutz und Denkmalpflege/der Stadtarchäologie Essen besitzt 2008 einen besonderen Schwerpunkt: In den letzten beiden Jahren fanden am Limbecker Platz Bodeneingriffe statt, die archäologisch begleitet werden konnten.

Dabei wurden vor dem ehemaligen Limbecker Tor, das urkundlich zum ersten Mal 1323 erwähnt wird, mittelalterliche und neuzeitliche Befunde dokumentiert. Vor allem konnten Reste des mittelalterlichen Hellweges, an dem Essen ebenso wie die anderen großen Städte des Ruhrgebietes liegt, untersucht werden.

Der Essener Stadtarchäologe Dr. Hopp wird uns wie schon in den Vorjahren selbst seine Funde vorstellen.

 

Donnerstag, 13. März, 18.00 Uhr

Jahreshauptversammlung

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Die Einladung erfolgt mit gesonderter Post.

 

Donnerstag, 13. März, 19.00 Uhr

Vortrag Prof. Dr. Wilhelm Damberg (Ruhr-Universität Bochum):

Die Begründung des Bistum Essen 1958. Kirchengeschichte und gesellschaftlicher Wandel im Ruhrgebiet

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Für den Festvortrag im Anschluss an unsere Hauptversammlung konnte der Historische Verein den Kirchenhistoriker Prof. Dr. Damberg gewinnen. Zur 50. Wiederkehr der Inthronisation von Bischof Dr. Franz Hengsbach im Jahr 1958 lässt der Bochumer Wissenschaftler die Gründungsgeschichte des Ruhrbistums Revue passieren.

 

Donnerstag, 17. April, 19.00 Uhr

Vortrag Dr. Bernhard Weber-Brosamer (Haniel-Museum, Duisburg):

Vom Schacht Franz zur Zeche Zollverein. Franz Haniel erschließt für das Revier die Kokskohle

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

 

1834 gelang dem Kaufmann, Reeder und Industriellen Franz Haniel (1779-1868) buchstäblich ein Durchbruch. In Schönebeck stieß er in etwa 60 Metern Tiefe auf ein Kohlenflöz. Erstmals war ein senkrechter Schacht durch das über der Kohle liegende Deckgebirge aus Mergelgestein niedergebracht worden. Doch die hohen Investitionen brachten noch keinen Erfolg. Haniel suchte Kokskohle, eine Kohlenqualität, aus der man Hochofenkoks gewinnen kann. Nach weiteren jahrelangen Versuchen in der Gegend von Essen kam er endlich 1851 mit der Zeche Zollverein ans Ziel. Jetzt konnten die Hochöfen des Reviers, die bis dahin mit Holzkohle befeuert wurden, auf Koks umgestellt werden. Das Revier war für die Schwerindustrie gerüstet.

 

Samstag, 19. April, 15.00 Uhr

Führung Dr. Bernhard Weber-Brosamer:

Haniel-Museum

(Franz-Haniel-Platz 1, 47119 Duisburg)

 

Anmeldung im Stadtarchiv Tel. 0201 - 88 41 300

Ein Kleinod unter den Ausstellungen zur Unternehmensgeschichte befindet sich in Duisburg-Ruhrort. Dort steht das ehemalige Packhaus des Unternehmens Haniel, erbaut 1756, in dem sich heute die Ausstellungsräume des Haniel Museums befinden. Der Leiter des Museums und des Haniel-Archivs, Herr Dr. Weber-Brosamer, wird uns durch die Ausstellung führen, die die Geschichte des Unternehmens eindrucksvoll vor Augen führt.

 

Donnerstag, 8. Mai, 19.00 Uhr

Vortrag Hartwig Kersken M.A. (Universität Duisburg-Essen):

Das Jahr 1244. Essen wird Stadt!?

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

 

Das Jahr 1244 wurde insbesondere von der älteren Forschung mit dem Jahr der Stadtwerdung Essens gleichgesetzt und so gleichsam zum Symbol für eine eigenständige Stadtgeschichte.

Grundlage für diese Auffassung war eine Urkunde, die uns als erste städtische Urkunde im Rechtssinn überliefert ist. Offenkundig rührt dieses zweite Essener "Gründungsjahr" - im Gegensatz zu der Jahreszahl 852 - also von einem handfesten Beweisstück her und scheint deshalb über jeden Zweifel erhaben. Doch auch hier entstehen bei näherer Betrachtung erhebliche Probleme - denn die Urkunde wirft mehr Fragen auf als sie beantwortet.

 

Donnerstag, 12. Juni, 19.00 Uhr

Vortrag Prof. Dr. Alfons Kenkmann (Universität Leipzig):

Totenkult, Tradition, Trubel. Die wechselvolle Geschichte des "Ruhrkämpfer-Ehrenmals" in Essen-Steele

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

 

Im Kampf gegen die Rote Ruhrarmee zählte die Sicherheitspolizei zu Beginn der Weimarer Republik auch Opfer in ihren eigenen Reihen. Mit dem im November 1934 errichteten Ehrenmal in Steele-Horst gedachte die uniformierte Polizei nicht nur ihren gefallenen Mitkämpfern, sondern sie schuf sich auch einen Ort der eigenen Traditionsbildung.

Nach dem Ende des Dritten Reichs stand das Denkmal immer wieder im Mittelpunkt öffentlicher Debatten, die sich zwischen den Polen Abriss und Konservation bewegten.

Prof. Alfons Kenkmann ist Universitätsprofessor für Geschichtsdidaktik in Leipzig und Vorsitzender des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen.

Donnerstag, 31. Juli, 19.00 Uhr

Vortrag Josef Wißkirchen:

Totenzettel: Alltagszeugnisse der Volksfrömmigkeit und Kulturgeschichte

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

In Zusammenarbeit mit der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V. (Bezirksgruppe Essen) präsentiert der Historische Verein einen Vortrag zu einem einst verbreiteten Brauch. Bis in die Zeit um 1960 gehörte die Verteilung von Totenzetteln zum festen Bestandteil eines katholischen Begräbnisses. Heute verschwindet dieser Brauch mehr und mehr. Der älteste erhaltene Totenzettel erschien 1663 in Köln.

Der Lichtbildervortrag fragt nach den historischen Wurzeln dieses Brauchs, nach der Entwicklung einer typologischen Standardisierung von Wortlaut und Gestaltung und nach den damit verbundenen religiösen Vorstellungen vom Leben nach dem Tod.

Der Referent ist zweiter Vorsitzender des Vereins für Geschichte e.V. in Pulheim und betreut eine große virtuelle Totenzettelsammlung im Internet.

Donnerstag, 14. August, 19.00 Uhr

Vortrag Prof. Dr. Thomas Schilp (Stadtarchiv Dortmund):

Essen - Huckarde im Mittelalter. Eine dörfliche Siedlung im Herrschaftskonzept des Frauenstifts

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Von der Schenkung an das Stift Essen durch König Ludwig den Deutschen in den Jahren 870 bis 874 ausgehend wird der Hofverband Huckarde durch das Mittelalter hindurch verfolgt: Kirchbau, Oberhofverfassung, dörfliche Strukturen, die durchaus noch heute zu erkennen sind, waren von der Herrschaft des Stifts über den Ort geprägt. Der Vortrag wird die heutige Situation des Dortmunder Stadtteils Huckarde zum Ausgangspunkt nehmen und auch den erhaltenen mittelalterlichen Schatz der Kirche St. Urban einbeziehen.

Samstag, 16. August

Exkursion nach Dortmund-Huckarde: Führungen durch die Kirche St. Urban und über das Gelände der Kokerei Hansa
Anmeldung im Stadtarchiv Tel. 0201 - 8841 300

Aufbauend auf dem Vortrag von Herrn Prof. Schilp unternehmen wir eine Exkursion zur Kirche St. Urban, wo uns der Pfarrer Herr Michael Ortwald durch die Kirche führen wird. Im Anschluss daran werfen wir einen Blick in die Industriegeschichte Huckardes und werden an einer Führung über das Gelände der Kokerei Hansa teilnehmen. Diese Führung wird voraussichtlich ca. € 4 pro Person kosten. Ein Führungsentgelt in der Kirche fällt nicht an, eine Spende ist aber willkommen.

Treffpunkt: 11.00 Uhr an der Kirche St. Urban, Müllerstraße 9, 44369 Dortmund
Eigene Anfahrt erforderlich.

Anfahrt mit ÖPNV: Mit der Bahn zum Hauptbahnhof Dortmund, Umsteigen in die U-Bahn U47 Richtung Dortmund Westerfilde, von Haltestelle Huckard Bushof bzw. Huckarde Abzweig zur Kirche St. Urban laufen.

Donnerstag, 4. September, 19.00 Uhr

Vortrag Detlev Mahnert: Gerühmt, gerügt, vergessen - Die Essener Song-Tage 1968, das unbekannte Großereignis
(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Die Internationalen Essener Song-Tage 1968, eine Manifestation der gesamten musikalischen Subkultur der Epoche, waren ein singuläres Ereignis. Musiker aus zehn Ländern, 40.000 Besucher aus Deutschland, Europa und den USA, über 40 Veranstaltungen prägten ein Festival, wie es in dieser Breite im Bereich der Pop-Musik (und dieser Begriff ist im weitesten Sinne zu verstehen) keines mehr gegeben hat.In dem Vortrag wird über die Songtage berichtet: wie es dazu kam, warum das Ganze in Essen stattfand und in Essen - und nicht nur da - wieder vergessen wurde. Neben einer Schilderung ausgewählter Höhepunkte des Festivals sollen zeitgenössische Fotos und Musikausschnitte die einmalige Atmosphäre dieses Ausschnitts aus dem legendären Jahr 1968 lebendig werden lassen.

Donnerstag, 25. September, 19.00 Uhr

Vorbereitender Vortrag zur Exkursion "Kirche und Geschichte Ostfrankens.

Von "Bamberg nach Bayreuth" von Hans Schippmann und Karsten Plewnia

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Für die Teilnehmer der Exkursion werden Hans Schippmann und Karsten Plewnia einen Überblick über die Kultur- und Landschaft Ostfranken geben. Auch andere Interessenten sind herlich willkommen.

 

Sonntag, 28. September - Mittwoch, 1. Oktober

Exkursion "Kirche und Geschichte Ostfrankens. Von Bamberg nach Bayreuth"

Begleitung: Hans Schippmann / Karsten Plewnia

(Anmeldeformalitäten und Programm siehe Anlage)

Dienstag, 14. Oktober, 19.00 Uhr

Vortrag Jürgen Lodemann: Nibelungen im Ruhrgebiet?

(Clubhaus Gesellschaft Verein, Hohenzollernstr. 40)

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft "Verein" präsentiert der Historische Verein den prominenten Schriftsteller Jürgen Lodemann, der mit dem Ruhrgebietsroman "Anita Drögemöller oder Die Ruhe an der Ruhr" bekannt geworden ist. Er verbindet in seinem Buch "Siegfried und Krimhild" die Nibelungensage mit einer "Vorgeschichte" des Ruhrgebiets.

In einer Rezension des "Rheinischen Merkur" hieß es zu dem Buch:

"20 Jahre wühlte und grub der Schriftsteller Jürgen Lodemann, besessen von einer Vision, in der Fachliteratur, ging tausenden Hinweisen der Germanistik und der Archäologie nach. Und dann war es so weit: Zum Vorschein kam, funkelnd und neu, wie die Fresken von Fra Angeliko unter der Tünche von 1800, das Epos, spannend wie Umberto Eco, nahtlos dicht geschrieben wie der neue Handke, von überbordender Sprachphantasie wie Grass - in seinen frühen Jahren. Wenn man sich auf einen erörternden Roman einlassen will - die letzten Romane dieser Art erschienen zur Barockzeit. Atemlos geht es von einer großen Szene zur anderen. Alle, auch die märchenhaften Ereignisse bleiben für die Phantasie zumutbar. ...Jede Person steht da überzeugend im Recht, wie in der großen Tragödie. ...wunderbare, großartige Geschichte..."

 

Mittwoch, 22. Oktober,15.30 Uhr

Führung durch die Ausstellung im Ruhr Museum: "Gold vor Schwarz. Der Essener Domschatz auf Zollverein"

(Zollverein Schacht XII, Kohlenwäsche, Gelsenkirchener Str. 181)

 

Anmeldung im Stadtarchiv Tel. 0201 - 8841 300

Der einzigartige Essener Domschatz zieht während des Umbaus der Domschatzkammer für drei Monate in ein völlig fremde, umgewöhnliches Ambiente. Zu bewundern ist die Sammlung herausragender Kunstwerke vor den geschwärzten Wänden der früheren Kohlenwäsche auf Zollverein - ein Kontrast, wie er stärker und reizvoller nicht sein kann. Kunstwerke von der Romanik bis zum Rokoko treffen auf das Weltkulturerbe Zollverein, der "Kathedrale der Industriekultur".

Der Historische Verein hat die Gelegenheit in einer besonderen Führung, den Essener Schatz in seiner Gesamtheit zu erleben.



Donnerstag, 13. November, 19.00 Uhr

Vortrag Sebastian Sasse: Deutsch, christlich, demokratisch und sozial - Adam Stegerwalds "Essener Programm" von 1920
(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Adam Stegerwald, führender Funktionär der Christlichen Gewerkschaften und prominenter Politiker des Zentrums, hielt 1920 bei einem Gewerkschaftskongress in Essen eine Rede, die das Parteiensystem der Weimarer Republik hätte verändern können. Er forderte die Gründung einer interkonfessionellen Volkspartei der Mitte. Deren Grundsätze sollten lauten: Deutsch, christlich, demokratisch und sozial. Stegerwald stand zu dieser Zeit in Kontakt mit Vertretern der so genannten "Konservativen Revolution", so dass sich deren Idee von einem "Neuen Konservativismus" auch im "Essener Programm" widerspiegelt. Letztlich erklärt sich durch diese Annäherung Stegerwalds an die Rechte der Widerstand, der seitens des katholischen Milieus und vor allem des Zentrums seinen Parteineugründungsplänen entgegengebracht wurde. Diese Konstellation führte dazu, dass Stegerwald schließlich seine Pläne fallen ließ.


Donnerstag, 11. Dezember 2008, 19.00 Uhr

Vortrag PD Dr. Ralf Stremmel (Historisches Archiv Krupp):

Krupp in Österreich - Mythos und Realität

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

 

Österreich ist dieses Jahr das Partnerland der Essener Lichtwochen - eine Gelegenheit, ein Kapitel deutsch-österreichischer Wirtschaftsgeschichte aufzublättern, das eng mit der Familie Krupp verbunden ist.

 

Alfred Krupp war 1843 Mitgründer der Berndorfer Metallwarenfabrik in Österreich, die vor allem hochwertige Bestecke herstellte. Seit 1849 leiteten Alfreds Bruder Hermann Krupp und anschließend dessen Sohn Arthur das Unternehmen. Privat und geschäflich blieb der österreichische Familienzweig eng mit den Essener Krupps verbunden. In Österreich ist Arthur Krupp noch heute ein Mythos - allerdings ein Mythos, der sich von der historischen Wirklichkeit abgekoppelt hat.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 01. Oktober 2009 um 08:26 Uhr
 

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