| Programm 2010 |
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| Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 20:00 Uhr |
Veranstaltungsübersicht des Historischen Vereins 1/2010Samstag, 23. Januar, 14 Uhr Treffpunkt: Ruhr Museum, Zeche Zollverein, Schacht XII (Besucherzentrum), Fritz-Schupp-Allee 14 Nach einer fulminanten Eröffnung des Ruhr Museums zum Auftakt des Kulturhauptstadtjahres 2010 können die Mitglieder des Historischen Vereins bereits die neue Dauerausstellung besichtigen. Unser Vorstandsmitglied Theo Grütter, der als Projektleiter Konzeption und Aufbau mit gestaltet hat, wird die Führung übernehmen.
Donnerstag, 4. Februar, 17 Uhr (Rathausfoyer, Porscheplatz 1) Der Stadtarchäologe Herr Dr. Hopp hat auch für dieses Jahr eine aufschlussreiche Präsentation seine Grabungsergebnisse zusammengestellt. So erbrachte die Umgestaltung des Domvorplatzes interessante mittelalterliche und neuzeitliche Befunde, vor allem aber neuzeitliche Gräber. Im Zwölfling wurden außerdem Reste der mittelalterlichen Stiftsmauer entdeckt. Eine Anmeldung zu dieser Führung ist nicht erforderlich.
Donnerstag, 11. März, 18 Uhr (Haus der Essener Geschichte, Bismarckstr. 10) Für die Jahreshauptversammlung ergeht eine gesonderte Einladung. Bitte beachten Sie, dass die Versammlung zum ersten Mal im Haus der Essener Geschichte am Bismarckplatz stattfinden wird.
Donnerstag, 11. März, 19 Uhr (Haus der Essener Geschichte, Bismarckstr. 10) Nachdem im Vorjahr Herr Wisotzkys Vortrag über die Revolution 1918/19 ein interessiertes Publikum gefunden hat, folgt nun quasi die Fortsetzung. Als beim "Kapp-Putsch" im März 1920 rechtsextreme Kräfte die Reichsregierung stürzen wollten, wurde der Generalstreik in Deutschland ausgerufen. Bewaffnete Arbeiter gingen im Ruhrgebiet gegen die Putschisten vor, wurden aber später von Reichswehr und Freikorps verfolgt. Auch in Essen kam es zu Kämpfen, wobei vor allem die blutige Auseinandersetzung um den Wasserturm am Steeler Berg bekannt wurde.
Donnerstag, 8. April, 18 Uhr (Haus der Essener Geschichte, Bismarckstr. 10) Am 1. Februar 1949 schrieb Baudissin an Emil Nolde, nachdem er zunächst sein Engagement gegenüber dem als entartet diffamierten Künstler in den Jahren nach 1934 bekräftigt und sein eignes berufliches Schicksal dagegen akzentuiert hatte: „Ich blieb im übrigen amtsenthoben und verfemt, ein Zustand, der Ihnen nicht unbekannt ist". Wüsste man nicht um die Geschehnisse, die sich nach dem Klaus Graf von Baudissin zu Beginn des Jahres 1934 die Leitung am Museum Folkwang anstelle des demissionierten Ernst Gosebruch übernommen hatte, ereigneten, würde man vielleicht vermuten, es handle sich hier um ein Schreiben eines Bekannten an Nolde, der aufgrund seiner unbeugsamen Gesinnung ein ähnliches, Menschen verachtendes, vom Ungeist der nationalsozialistischen Kulturpolitik betroffenes Dasein führen musste. Man würde sich kaum vorstellen können, das der Autor des Briefes aus purem Opportunismus sich schon früh in den 20er Jahren der nationalsozialistischen Ideologie angeschlossen und sich, um den gesellschaftlichen wie beruflichen Vorteil zu nutzen, zu einem gezielten Denunzianten und überzeugten Antisemiten entwickelt hatte. Und man würde gar nicht in Erwägung gezogen haben, dass der Briefschreiber nicht zuletzt maßgeblich daran beteiligt gewesen war, das Museum Folkwang, einst als erstes Museum der Moderne gefeiert, für den Zeitraum einer langen Dekade in den Status eines belanglosen Museums für Kunst des 19. Jahrhunderts zu versetzen.
Donnerstag, 6. Mai, 18 Uhr (Haus der Essener Geschichte, Bismarckstr. 10) Vor 200 Jahren, am 9. Mai 1810, starb die Essener Kauffrau Helene Amalie Krupp im Alter von 77 Jahren. Sie konnte auf einen bemerkenswerten Erfolg als international handelnde Unternehmerin zurückblicken - und dies in einer Zeit ungeheurer politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen, angefangen von den Kämpfen Friedrichs des Großen um Schlesien bis hin zur Französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegszügen. Nach heutigen Begriffen muss man sie als Multimillionärin bezeichnen. Ohne ihr Vermögen und ihr Erbe hätte ihr Enkel Friedrich Krupp die Gussstahlfabrik im Jahre 1811 nicht gründen können. Wie kann man heute ihren Erfolg erklären, wo setzte sie Akzente und warum überließ sie das Handeln nicht den Männern der Familie?
Donnerstag, 17. Juni, 18 Uhr (Haus der Essener Geschichte, Bismarckstr. 10) Mit seinen Vorträgen und Führungen zum Thema Isenburg ist Herr Dr. Leenen den Mitgliedern des Vereins wohl bekannt. Als Projektleiter ist er verantwortlich für die Ausstellung „AufRuhr 1225!" im LWL-Museum für Archäologie in Herne. In seinem Vortrag behandelt einen Wendepunkt in der Geschichte der Ruhrregion: der 7. November 1225. In dieser Nacht wurde Erzbischof Engelbert im Hohlweg bei Gevelsberg Opfer eines Anschlages und verlor sein Leben. Bis heute sind die genauen Hintergründe der Tat nicht geklärt. Als Drahtzieher des Anschlages gilt ein Verwandter des Erzbischofs, Friedrich von Isenberg. Was auch immer mit dem Anschlag ursprünglich bezweckt war: Die Folgen des tödlichen Hinterhaltes waren enorm: Die Vormachtstellung des Erzbischofs geriet ins Wanken, unzählige Kleinkriege, mehrere hundert Burgenbauten, Aufstieg und Niedergang von Adelsfamilien, die miteinander um Rang und Bedeutung stritten, sind das Ergebnis. Bis heute sind die Spuren dieser Zeit sichtbar. Nicht nur zahlreiche Burgruinen sind auf dieses Ereignis zurückzuführen, sondern auch die Zersplitterung, welche die Ruhrregion heute prägt, hat letztlich ihre Wurzeln in dieser dunklen Novembernacht.
Samstag, 26. Juni, 11 Uhr Treffpunkt vor dem Museum, Europaplatz 1,. 44623 Herne Nach seinem Vortrag wird Herr Dr. Leenen auch die Führung durch die Ausstellung „AufRuhr1225!" übernehmen. Am Leben und Sterben des Erzbischofs Engelbert von Köln und seines Kontrahenten Friedrich von Isenberg erzählt die Ausstellung von Mord und Fehde, Macht und Niederlagen, Raubrittern und Edelmännern. Von einem schicksalsträchtigen Mord im Jahre 1225 bis hin zur letzten großen Ritterschlacht zeigt die Großausstellung das mittelalterliche Leben im Ruhrgebiet. Von der Geburt bis zur Grablege, von der Heiratspolitik bis zur Hinrichtung können Sie das Mittelalter in spannenden Inszenierungen hautnah erleben. Der Eintrittspreis beträgt € 6,00. Anfahrt: Mit dem Zug (S 2 Richtung Dortmund) zum Herner Bahnhof und dann in die U 35 (Richtung Bochum Hustadt). Die zweite Haltestelle „Archäologie-Museum/Kreuzkirche" bitte aussteigen. Die U35 fährt alle 10 Minuten.
Rückblick 2010
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 20:07 Uhr |
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