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HV Essen - Aktuelles

Donnerstag, 17. Juni, 18 Uhr

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Donnerstag, 17. Juni, 18 Uhr
Vortrag Dr. Stefan Leenen (LWL-Museum für Archäologie - Westfälisches Landesmuseum):
Eine Mordsgeschichte aus dem Ruhrgebiet: Der Mord am Kölner Erzbischof im Jahr 1225

(Haus der Essener Geschichte, Bismarckstr. 10)

Mit seinen Vorträgen und Führungen zum Thema Isenburg ist Herr Dr. Leenen den Mitgliedern des Vereins wohl bekannt. Als Projektleiter ist er verantwortlich für die Ausstellung „AufRuhr 1225!" im LWL-Museum für Archäologie in Herne. In seinem Vortrag behandelt einen Wendepunkt in der Geschichte der Ruhrregion: der 7. November 1225. In dieser Nacht wurde Erzbischof Engelbert im Hohlweg bei Gevelsberg Opfer eines Anschlages und verlor sein Leben. Bis heute sind die genauen Hintergründe der Tat nicht geklärt. Als Drahtzieher des Anschlages gilt ein Verwandter des Erzbischofs, Friedrich von Isenberg.

Was auch immer mit dem Anschlag ursprünglich bezweckt war: Die Folgen des tödlichen Hinterhaltes waren enorm: Die Vormachtstellung des Erzbischofs geriet ins Wanken, unzählige Kleinkriege, mehrere hundert Burgenbauten, Aufstieg und Niedergang von Adelsfamilien, die miteinander um Rang und Bedeutung stritten, sind das Ergebnis.

Bis heute sind die Spuren dieser Zeit sichtbar. Nicht nur zahlreiche Burgruinen sind auf dieses Ereignis zurückzuführen, sondern auch die Zersplitterung, welche die Ruhrregion heute prägt, hat letztlich ihre Wurzeln in dieser dunklen Novembernacht.

 

Donnerstag, 6. Mai, 18 Uhr

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Donnerstag, 6. Mai, 18 Uhr
Vortrag PD Dr. Ralf Stremmel (Historisches Archiv Krupp):
Vor 200 Jahren gestorben: Die Essener Kauffrau Helene Amalie Krupp (1732-1810)

(Haus der Essener Geschichte, Bismarckstr. 10)

Vor 200 Jahren, am 9. Mai 1810, starb die Essener Kauffrau Helene Amalie Krupp im Alter von 77 Jahren. Sie konnte auf einen bemerkenswerten Erfolg als international handelnde Unternehmerin zurückblicken - und dies in einer Zeit ungeheurer politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen, angefangen von den Kämpfen Friedrichs des Großen um Schlesien bis hin zur Französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegszügen. Nach heutigen Begriffen muss man sie als Multimillionärin bezeichnen. Ohne ihr Vermögen und ihr Erbe hätte ihr Enkel Friedrich Krupp die Gussstahlfabrik im Jahre 1811 nicht gründen können. Wie kann man heute ihren Erfolg erklären, wo setzte sie Akzente und warum überließ sie das Handeln nicht den Männern der Familie?

 

Donnerstag, 8. April, 18 Uhr

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Donnerstag, 8. April, 18 Uhr
Vortrag Dr. Mario-Andreas von Lüttichau (Museum Folkwang):
"Das Wahre aber ist das Ganze..." (G.W.F.Hegel)
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Klaus Graf von Baudissin. Direktor am Museum Folkwang 1934 bis 1937

(Haus der Essener Geschichte, Bismarckstr. 10)

Am 1. Februar 1949 schrieb Baudissin an Emil Nolde, nachdem er zunächst sein Engagement gegenüber dem als entartet diffamierten Künstler in den Jahren nach 1934 bekräftigt und sein eignes berufliches Schicksal dagegen akzentuiert hatte: „Ich blieb im übrigen amtsenthoben und verfemt, ein Zustand, der Ihnen nicht unbekannt ist". Wüsste man nicht um die Geschehnisse, die sich nach dem Klaus Graf von Baudissin zu Beginn des Jahres 1934 die Leitung am Museum Folkwang anstelle des demissionierten Ernst Gosebruch übernommen hatte, ereigneten, würde man vielleicht vermuten, es handle sich hier um ein Schreiben eines Bekannten an Nolde, der aufgrund seiner unbeugsamen Gesinnung ein ähnliches, Menschen verachtendes, vom Ungeist der nationalsozialistischen Kulturpolitik betroffenes Dasein führen musste. Man würde sich kaum vorstellen können, das der Autor des Briefes aus purem Opportunismus sich schon früh in den 20er Jahren der nationalsozialistischen Ideologie angeschlossen und sich, um den gesellschaftlichen wie beruflichen Vorteil zu nutzen, zu einem gezielten Denunzianten und überzeugten Antisemiten entwickelt hatte. Und man würde gar nicht in Erwägung gezogen haben, dass der Briefschreiber nicht zuletzt maßgeblich daran beteiligt gewesen war, das Museum Folkwang, einst als erstes Museum der Moderne gefeiert, für den Zeitraum einer langen Dekade in den Status eines belanglosen Museums für Kunst des 19. Jahrhunderts zu versetzen.

 

Donnerstag, 11. März, 19 Uhr

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Donnerstag, 11. März, 19 Uhr
Vortrag Dr. Klaus Wisotzky (Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv):
Der Kapp-Putsch in Essen

(Haus der Essener Geschichte, Bismarckstr. 10)

Nachdem im Vorjahr Herr Wisotzkys Vortrag über die Revolution 1918/19 ein interessiertes Publikum gefunden hat, folgt nun quasi die Fortsetzung. Als beim "Kapp-Putsch" im März 1920 rechtsextreme Kräfte die Reichsregierung stürzen wollten, wurde der Generalstreik in Deutschland ausgerufen. Bewaffnete Arbeiter gingen im Ruhrgebiet gegen die Putschisten vor, wurden aber später von Reichswehr und Freikorps verfolgt. Auch in Essen kam es zu Kämpfen, wobei vor allem die blutige Auseinandersetzung um den Wasserturm am Steeler Berg bekannt wurde.

Aktualisiert ( Montag, den 08. März 2010 um 09:06 Uhr )
 

Donnerstag, 10. Dezember, 18.00 Uhr

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Donnerstag, 10. Dezember, 18.00 Uhr
Vortrag Dr. Jürgen Mittag (Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum):
Die Idee der Kulturhauptstadt. Ursprung, Entwicklung und Wandel

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Der Essener Lichtwochen stehen bereits 2009 ganz im Zeichen der Kulturhauptstadt, und der Historische Verein Essen steuert wie in den Vorjahren einen Vortrag bei.

Obwohl das Konzept der europäischen Kulturhauptstadt auf immer größere Resonanz stößt, ist wenig über die Ursprünge der Idee, über die ihr zugrunde liegenden Ziele und  über die Veränderungen bekannt, die das Konzept in den vergangenen 25. Jahren genommen hat. Vor diesem Hintergrund will der Vortrag überblicksartig die Entstehung und Ausgestaltung der Idee der europäischen Kulturhauptstadt beleuchten und dabei zeigen, wie stark sich das ursprüngliche Konzept mittlerweile verändert hat.

 

Neue Anschrift

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Der Historische Verein hat nun eine neue Adresse:

 

Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e.V.
Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv
Bismarckstraße 10
45128 Essen

Aktualisiert ( Donnerstag, den 29. Oktober 2009 um 11:58 Uhr )
 

„O Tannenbaum, o Tannenbaum, der Kaiser hat in den Sack gehauen“ – Die Revolutionszeit in Essen 1918/19

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Donnerstag, 12. November, 18.00 Uhr

Vortrag Dr. Klaus Wisotzky (Stadtarchiv Essen):

„O Tannenbaum, o Tannenbaum, der Kaiser hat in den Sack gehauen“ – Die Revolutionszeit in Essen 1918/19

(Haus der Technik, Hollestr. 1)

Die revolutionäre Bewegung am Ende des Ersten Weltkrieges erfasste auch die Industriestadt Essen. Am 8. November 1918 besetzten revolutionäre Matrosen und Soldaten den Bahnhof und am 9. November konstituierte sich ein Arbeiterrat. Über den Verlauf der Revolution in Essen wird Herr Wisotzky in seinem Vortrag berichten und ein oft vernachlässigtes Kapitel Essener Geschichte aufschlagen.

Aktualisiert ( Montag, den 12. Oktober 2009 um 11:12 Uhr )
 
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