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Neue Stolpersteine in Essen 2011 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Karsten Plewnia   
Freitag, den 18. November 2011 um 08:50 Uhr
Neue Stolpersteine
in Essen 2011 –
Einladung zu einem
Podiumsgespräch
Seit 2004 werden auch in Essen Stolpersteine verlegt. Stolpersteine sind die in den Bürgersteig
eingefügten Messingtafeln, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern. In Essen sind bereits mehr
als 200 Stolpersteine verlegt worden.
Am 5. Dezember 2011 werden 12 neue Stolpersteine von dem Künstler Gunter Demnig in Essen
verlegt.
Erinnert werden soll an Marianne Ellenbogen, geborene Strauß und ihre Familie. Während ihre
Familie gefangen genommen und ermordet wurde, konnte Marianne im letzten Augenblick
entkommen. Sie überlebte dank der Hilfe von Freunden.
Des Weiteren werden aber auch Stolpersteine verlegt in Erinnerung an eine Frau, die wegen ihrer
Geisteskrankheit ermordet wurde sowie an einen Mann, der aufgrund seiner Homosexualität ein
Opfer des Nationalsozialismus wurde.
Aus Frankfurt an der Oder wird Frau Heidi Zeidler anreisen, die in Essen geboren wurde. Sie
wünschte sich einen Stolperstein für ihren jüdischen Großvater und für ihre Tante.
Aus Anlass der Verlegung der Stolpersteine in der Stadt Essen laden der Historische Verein für Stadt
und Stift Essen e.V. und das Medienforum des Bistums Essen zu einem Podiumsgespräch ein.
Dienstag, 6. Dezember 2011 – 19.30 Uhr
Medienforum des Bistums Essen - Zwölfling 14 – 45127 Essen
Eintritt: frei
Um Voranmeldung wird gebeten unter 0201 / 2204-274
Barbara Heitfeld, Referendarin an der BMV-Schule, Essen
hat sich mit ihren Schülerinnen mit dem Schicksal der Familie Strauß beschäftigt und sich für
die Verlegung von Stolpersteinen zur Einnerung an diese Familie eingesetzt.
Dr. Volker van der Locht, Folkwang Universität der Künste, Essen
hat sich wissenschaftlich mit dem Schicksal der Opfer von Zwangssterilisation und
Euthanasie in Essen beschäftigt.
Jürgen Wenke, Diplom-Psychologe, Bochum
war einige Jahre Berater bei Rosa-Strippe e.V. und hat das Schicksal von Menschen
erforscht, die wegen ihrer Homosexualität in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet
wurden.
Heidi Zeidler wird von Erfahrungen ihrer jüdischen Familie während der NS-Zeit berichten.
 

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